Der sanfte Wirtschaftsweg – Teil 38 - Macht über andere vs. Macht mit anderen, nach Marshall B. Rosenberg

13. Apr 2021Alexandra Willhalm
Der sanfte Wirtschaftsweg – Teil 38 - Macht über andere vs. Macht mit anderen, nach Marshall B. Rosenberg

Die Gewaltfreie Kommunikation leistet Denkanstöße, wie wir in unterschiedlichen Bereichen, als Führungskraft oder Angestellte/r auf Menschen einwirken wollen, damit sie die Dinge auf eine bestimmte Weise sehen und sich so verhalten, wie wir es wünschen. Das könnte bspw. in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein oder in der Schule sein. Überall kann es zu Konfliktsituationen zwischen Menschen kommen. (Quelle: vgl. Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation und Macht, Junfermann)

Marshall B. Rosenberg unterscheidet dabei die „Macht über andere“ von der „Macht mit anderen“. Zunächst werfe ich einen Blick auf erstere Betrachtungsweise. Nehmen wir an, ein Mitmensch verhält sich nicht so, wie ich es mir vorstelle. "Ich könnte Scham einsetzen, um mir das Leben zu vermiesen." Ich bringe den anderen so sehr dazu, sich zu schämen, dass er tut, was ich verlange. Um das zu erreichen, benötigen wir eine Sprache, die den anderen verurteilt. "Aus Erfahrung kann ich sagen: Jedes Wort der Kritik, jede Art von Beleidigung, oder psychologischer Analyse verringert unsere Macht – und zwar ganz enorm." Mit großer Wahrscheinlichkeit wird nämlich der andere in den Widerstand gehen und mich beschuldigen, um sich selbst zu verteidigen. (Quelle: vgl. Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation und Macht, Junfermann)

„Ich habe mehr Macht mit anderen, wenn ich mich ernsthaft für ihre Bedürfnisse interessiere.“ Das wichtigste ist der Kontakt zum anderen. Der andere muss darauf vertrauen können, dass ich genauso daran interessiert bin, seine Bedürfnisse zu befriedigen, wie meine eigenen. Marshall B. Rosenberg erklärt weiter, dass es zunächst erforderlich ist, die Verbindung von Herz zu Herz aufzubauen. Über Strategien zu diskutieren, bevor dieser Kontakt hergestellt wurde, ist reine Energieverschwendung. Deshalb ist es sinnvoll, den anderen nach seinem Bedürfnis zu fragen. Wenn der andere mein Bedürfnis gehört hat, dann interessiere ich mich für sein Bedürfnis. Auf diese Weise glaubt niemand, der andere möchte gewinnen, und so können wir schließlich die Bedürfnisse beider Seiten befriedigen. (Quelle: vgl. Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation und Macht, Junfermann)

Sie haben Fragen zur gewaltfreien Kommunikation? Gerne stehe ich Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. In Kürze werde ich weitere Beiträge zum Thema gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg verfassen. Ihre Alexandra Willhalm

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